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Bushcraft Ausrüstung für Outdoorfans

outdoorfan.de
2021-02-16 12:31:00 / Kommentare 0

Bushcrafter finden in der Natur Erholung und Entspannung. Die Anpassung an die Natur und die äußeren Umstände fordern neben der richtigen Einstellung auch praktische Fähigkeiten und Kenntnisse, die das Überleben in der Natur sichern.

Bushcrafting steht für das zeitlich begrenzte Leben in und mit der Natur. Unabhängig und mit dem Blick auf das Wesentliche, ohne die Ablenkungen der digitalisierten und vernetzten Welt, folgen Bushcrafler der Sehnsucht nach Ursprünglichkeit und der Einfachheit. Die Flucht aus dem Alltag und aus der Zivilisation stehen im Mittelpunkt des Bushcrafting. Ausgerüstet mit dem Notwendigsten stellen sich Bushcrafter den Herausforderungen als Kontrastprogramm zum bequemen Alltag. Grundfertigkeiten, wie das Feuermachen und die Wasserfiltrierung, das Bestimmen und Sammeln von Wildkräutern, sowie handwerklichen Fertigkeiten, z.B. für den Bau eines Unterschlupfs und dem Schnitzen einfacher Gefäße und Bestecke eignen sich Bushcrafter an. 

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Bushcraft Grundausrüstung

Ausschlaggebend für die individuelle Ausrüstung sind die Kenntnisse und Fähigkeiten des Einzelnen. Es gibt im Internet zahlreiche Empfehlungen und Ratschläge. 

  • Auswahl eines nicht zu großen und der Körpergröße angepassten Rucksacks

  • Nützliche Erweiterungen wie Para Cords und Molle System Elemente zur Befestigung von Equipment

  • Bekleidung aus technischem Gewebe, Kunstfaser oder Wolle, sowie bequeme, robuste Schuhe 

  • Schlafsack, Tarp oder Zelt, Isomatte, Decke für das Biwak 

  • Hygieneartikel und Erste Hilfe Artikel für den Notfall

  • Kochgeschirr, Trinkbecher, leichtes Besteck

  • Ausreichend Trinkwasser im passenden Behälter

  • Werkzeuge: Messer, Taschenmesser, Axt oder Säge, Feuerstarter, Kompass, Paracord, Streichhölzer

Buschcraft für Anfänger

Grundbedingung ist die Liebe zur Natur. Ein Tagesausflug mit einer kleinen, nur wenige Teile umfassenden Ausrüstung gibt jedem Anfänger ein Abenteuergefühl, wenn es darum geht, abseits der Wanderwege eine Route zu laufen und kleine Herausforderungen zu meistern. 

Starte nicht an einem Tag mit Extremwetter, wähle bequeme Bekleidung und robustes Schuhwerk aus. Jeder Bushcrafter informiert sich im Vorfeld über geltende Regeln, Vorschriften und Gesetze. Vieles von dem, was Spaß macht, ist in den Wäldern und Landschaften nicht oder nur eingeschränkt erlaubt. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern. Es gibt auch immer Alternativen, informiere Dich!
Nimm genug Wasser und Nahrung mit und bleibe in der Nähe der Zivilisation. Für den Notfall ist ein kleines „Erste Hilfe“ Set ratsam. Und nun zieh los und versuche Dich an Deinem ersten echten Bushcraft Camp. Suche nach einer geeigneten Stelle und baue aus Ästen, Hölzern und Laub einen Unterschlupf, der als Sichtschutz dient und vielleicht auch vor Niederschlag schützt. 

Übe das Schnitzen einfacher Hilfsmittel wie z.B. einem Pfeil, einen Holzlöffel. So trainierst Du den Umgang mit dem Messer. Eine andere typische Bushcraft Tätigkeit ist das Holz spalten, um z.B. an trockenes Holz für Zunder zu kommen. Das ist wichtig, wenn es Draußen feucht ist. 

Übe Dich in der Knotentechnik. Knoten dienen zum Befestigen oder Verbinden von Gegenständen. Packe Dir ein Seil oder einen Strick ein. Dies ist eine sehr gute Übung für Ausdauer und Konzentration. Wenn Du noch keinen Knoten kannst, trainiere eifrig unterwegs. Anleitungen für die wichtigsten Knoten findest Du im Netz.

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Alles was Du unterwegs benötigst, passt in Deinen Rucksack! Es muss kein teures Modell sein. Wichtig sind Material, Verarbeitung und vor allem die richtige Größe. Wenn du länger unterwegs bist, dann ist ein wasserdichtes Modell, mindestens ein Rucksack-Überzug sehr empfehlenswert.

Bushcraft bedeutet nicht, die beste und umfassendste Ausstattung zu besitzen. Wichtiger sind die richtigen Helferlein entsprechend Deiner individuellen Kenntnisse und Fertigkeiten. Du musst üben, wie Du ein Feuer ohne Streichhölzer anzündest. Und damit kommen wir zu den Dingen, die so reizvoll am Bushcraften sind und in die Abteilung „Bushcraft für Fortgeschrittene“ passen.

Feuer machen

Du benötigst sehr trockenes Holz. Zerkleinere, besser schabe es in fasrige Kleinstteile, dem Zunder. Trockenes Pflanzenmaterial eignet sich ebenfalls hervorragend für ein Zundernest, ebenso wie Kienspan oder Rinde. Hast du eine Lupe oder eine Glasscherbe zur Hand, erzeuge mittels Sonneneinstrahlung einen Lichtstrahl auf das Zundernest. Teste den Winkel, um die größtmögliche Strahlwirkung zu erreichen. Mit beginnender Rauchentwicklung bläst du vorsichtig Sauerstoff ein, um das Feuer zu entfachen. Gib nun nach und nach mehr Brennmaterial auf das Zundernest, immer nur so viel, dass Glut und das Feuer nicht ersticken.

Wenn die Sonne nicht scheint, ist ein Zündstahl mit Schaber ein äußerst nützliches Werkzeug. Einen Feuerstahl, Streichhölzer und Feuerzeug hast Du immer dabei, egal wie gut Du im Feuermachen mit Nichts außer den Gaben von Mutter Natur bist. 

Es gibt viele Methoden, um ein Feuer zu entfachen. Probiere verschiedene Techniken aus. So lernst und verfestigst Du Dein Wissen um das Outdoor Feuermachen und gewinnst die nötige Routine. 

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Lagerfeuer & Essen kochen

Ein Becher Tee, Kaffee oder die selbstgekochte heiße Suppe ist eine schöne Belohnung! Die ideale Kochstelle ist ein Lagerfeuer, sofern möglich. Für maximale Sicherheit greife auf einen Hobo-Kocher zurück. Geeignet für natürliches Brennmaterial ist der Kocher die empfehlenswertere Variante. Mit einem einfachen Topf aus Metall steht dem spartanischen Kochen nichts im Weg. 
Achte immer auf Sicherheit! Abstand zu brennbaren Materialien ist äußerst wichtig, ein offenes Lagerfeuer ist saisonal außerhalb ausgewiesener Feuerplätze verboten, auch wenn es Spaß macht, Naturschutz ist ein Grundgedanke des Bushcrafting und bedeutet auch, so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen 

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Schlafen im Wald

Ein Profi baut sich den Unterstand aus den Materialien, die ihm Mutter Natur bietet. Die Fähigkeit, sich einen Unterschlupf für die Nacht zu bauen, wird geübt. Nimm Dir die Zeit und sei gnädig mit Dir. Bis Du es kannst, packe ein Tarp oder Zelt gegen ein. Unterschätze nicht die Kälte in der Nacht. Gerade im Frühjahr und im Herbst sind die Nächte noch sehr kalt. Ein Schlafsack und eine robuste Outdoordecke, z.B. originale Armeedecken, halten Dich am Feuer und im Zelt warm. Irgendwann geht sicher auch das Feuer aus, habe deshalb immer eine Lichtquelle im Gepäck. Praktisch sind Taschenlampen mit Dynamofunktion. Mit solch einem Teil ärgerst Du dich nicht über ausgelaufene oder leere Batterien und hast immer ein Licht parat.

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Credits to Pixabay und Bushcrafter Matthias Tocha


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